Jugendbotschafter*innen in Armenien
Es war eine unvergessliche Zeit, die wir Anfang Juli 2025 in Armenien verbringen durften. Unser Ziel war es, uns mit jungen Menschen vor Ort zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.
So vielseitig wir JUBOS sind, so breit gefächert sind auch unsere Interessen: Unter dem Motto „Laber net! Tua was!“ organisieren wir Workshops, Musicals und unterschiedlichste Aktionen. Im Zentrum stehen dabei immer die Kinderrechte und die SDGs – die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.
Durch das 2023 durchgeführte SDG Youth Exchange Programm von uns Jugendbotschafter*innen und die langjährige Unterstützung von Projekten in Armenien durch die Caritas Auslandshilfe lag eine Vernetzung mit armenischen Jugendlichen nahe. Ermöglicht wurde die Reise durch unsere Eigenfinanzierung, ergänzt durch Sponsorenbeiträge.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe hat uns gezeigt, wie viel wir gegenseitig voneinander profitieren können. Wir haben neue Blickwinkel auf die SDGs gewonnen und direkt erlebt, wie Inklusion und Nachhaltigkeit vor Ort gelebt werden. Sämtliche Angebote wurden inklusiv für Menschen mit und ohne Behinderungen gestaltet, damit sich alle Jugendlichen aktiv beteiligen konnten. Uns war wichtig, nicht nur Inhalte zu vermitteln, sondern auch selbst zu lernen und uns inspirieren zu lassen. Der Input der armenischen Jugendlichen und ihr großes Engagement haben viele unserer Ideen erst möglich gemacht.
Gemeinsam haben wir im Vorfeld ein vielseitiges Programm ausgearbeitet: Die Jugendlichen wurden altersmäßig in Gruppen aufgeteilt und neben der Bewusstseinsbildung zu den SDGs gab es Workshops, etwa zu den Themen Wasser und Fast Fashion. Auch praktisches Arbeiten kam nicht zu kurz – so entstanden unter anderem Insektenhotels, Pflanzen-Samenkugeln, Upcycling-Produkte und vieles mehr. Bei gemeinsamen Ausflügen wurde der Austausch zusätzlich vertieft.
Nachhaltige Verbindungen
Unser „Headquarter“ war „Emils kleine Sonne“ – ein Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, das vor zehn Jahren mit Unterstützung aus Vorarlberg eingerichtet wurde. 2018 wurde dort auch eine inklusive Bäckerei eröffnet. Wir waren tief beeindruckt davon, wie viel Herz, Leidenschaft und echte Teilhabe hier gelebt werden. Die Bäckerei zeigt eindrucksvoll, wie Inklusion mitten in der Stadt funktionieren kann.
Natürlich konnten wir einiges zu Kinderrechten und SDGs vermitteln, aber wir haben selbst noch viel mehr gelernt: neue Freundschaften geschlossen, bewegende Gespräche geführt, spannende Einblicke in das Leben in Armenien erhalten und ganz viel Motivation mitgenommen, Inklusion auch bei uns in Vorarlberg weiterzudenken und aktiv voranzubringen.
Junge Stimmen, globale Netzwerke
Unser Aufenthalt war geprägt von gegenseitigem Lernen und dem Wunsch, die entstandenen Kontakte langfristig zu pflegen. Künftig soll es auch in Armenien Jugendbotschafter*innen geben, um die Zusammenarbeit weiterzuführen. Es war sichtbar und spürbar, wie junge Menschen mit Eigeninitiative und Engagement über Grenzen hinweg nachhaltige Impulse setzen können – für Kinderrechte, die SDGs und eine gemeinsame Zukunft.
Impressionen









